Sonntag, 24. Februar 2008

Bunte Bericht #

Bill-Mania in L.A.
Hollywood galt schon immer als exzentrischer Nabel der Show-Society, als Hotspot unglaublicher Welt-Karrieren. Hier werden Trends für den Planeten geboren.

Hier lebt die A-List der Kino-Helden, aber hier sind auch Schicksale wie Britney Spears als tägliche, bizarre Freak-Show via TV und Internet möglich. Mitten in dieser schillernden VIP-Metropole im sonnigen Kalifornien gab es jetzt einen unfassbaren Vorgang, den man vor einem Jahr in Deutschland wohl noch für einen billigen April-Scherz gehalten hätte – „Tokio Hotel“ war im legendären Rockclub „Roxy“ am Sunset Boulevard in Hollywood angekündigt. Ich bin ehrlich: Die Nachricht vom bevorstehenden Konzert sorgte bei mir eher für Mitleid mit den netten Jungs aus Magdeburg: Oft genug habe ich miterlebt, wie hier Karrieren schneller zerplatzen, als die Seifenblasen der Soap-Operas.

Aber was mich dann erwartete, war die Begegnung mit einem Phänomen, eben Hollywood-like. Die Karten für das feine, aber kleine Club-Konzert (500 Besucher) sind gleich am ersten Tag ausverkauft. Die ersten Fans kampierten bereits freitag früh um 6.00Uhr vor der Eingangstür. Robbie Williams würde bei so was vor Neid erblassen, er ist in L.A. einer der Art von Stars, wo man sagt: „Na ja, nett…“.

„Tokio Hotel“ hat bereits seinen satten Europa-Bonus in Sachen Beliebtheit, nun scheint Amerika dran zu sein – ganz Amerika... Tanya (18) kennt die Band über YouTube und Buzznet, sie flog extra aus Texas ein. Rick Tyner kommt mit seiner zwölfjährigen Tochter Hayley aus Missouri. „Ich kann mich mit der Musik identifizieren“, verrät die Kleine im „Tokio Hotel“ Look. Wie andere Girlies schwärmt auch sie von Bill „the man“, dem Sänger der Band. Becca Singleton (14) und Stephanie Cotter, ebenfalls „Bill und Tom“-Fans, stehen mit einem großen „Tokio Hotel“-Schild gemeinsam mit hunderten von Fans auf dem Parkplatz neben dem „Roxy“ und sind aufgeregter denn je. „Wir lieben Bill und lernen extra Deutsch“, erzählen sie, „wir hören nur noch Tokio Hotel, sonst nichts.“ Dank Bill, Tom und Co. ist zumindest hier am „Roxy“ Deutschland richtig angesagt. „Durch den Monsun, hinter die Welt, ans Ende der Zeit...“ singen die Fans, als ob es ihre Muttersprache wäre. Es fällt mir auf, dass gerade die jungen Mädchen extrem viel Zeit in ihr Styling investiert haben. Auch Judah Lane und Kaylee Williamson von der Band „Death Camp Cabaret“ aus Ohio sind in voller Punkmontur. Sie waren schon beim Konzert in Toronto. „Seit Michael Jackson habe ich keine Band mehr erlebt, die so gut ist“, meint Judah.

Eingemauert zwischen den Fans

Hier weiß Simone Vollmer noch nicht, welcher Sturm gleich losbrechen wird (Foto: privat)Es ist bereits nach 20 Uhr, langsam werden die Fans unruhig. Ein deutscher Sicherheitsbeamter der Band läuft mit dem Handy an mir vorbei. „Ich kann es leider nicht unterbinden, wenn Leute für 2.000 Dollar Tickets kaufen“, höre ich ihn sagen und bin schockiert, dass jemand für ein fünfzehn Dollar Ticket so viel Geld ausgeben will. Der Schwarzmarkt blüht offenbar, das Maß aller Begehrlichkeiten.Um 20.30 Uhr geht es los. Ich stürme mit den Teenies und ihren Müttern und Vätern nach drinnen und ergattere einen Platz direkt vor der Bühne. Später werde ich diese Aktion bereuen. Es vergeht keine Viertelstunde und ich stehe eingemauert zwischen hyperventilierenden, hysterischen „Tokio Hotel“-Fans, von denen mich einige bitten, ihnen hier und jetzt ein paar Brocken Deutsch beizubringen. Unglaublich! Jedes Mal, wenn sich der Bühnenvorhang bewegt, schreien sie alle wie am Spieß und rufen in Sprechchören „Wir lieben Tokio Hotel. Wir lieben Tokio Hotel!“

Endlich ist es so weit. Um 21.30 Uhr hebt sich der Vorhang auf und Billy, Tom, Gustav und Georg legen los mit „Ready, Set, Go!“ Ein gewaltiger Kreischorkan bringt den Club und mich zum Erzittern, und der Schrank von Bodyguard hat alle Mühe, diese verrückt gewordene Menge zurückzuhalten. Während „Tokio Hotel“ auf der Bühne abrocken, werde ich von den Fans so vehement nach vorne geschubst, dass ich schließlich auf dem „Schrank“ hänge und jeden Zentimeter seines gewaltigen Körpers spüre. Für ein paar Sekunden gerate ich in Panik. Ich dränge mich zur VIP-Lounge durch und hole erst einmal tief Luft.


Hoher Besuch

Bill von Tokio Hotel geht durch den Monsun (Foto: privat)Moment mal, ist das dort drüben nicht Jay-Z? Tatsächlich, der Mega-Rapstar ist tatsächlich zu einem „Tokio Hotel“-Konzert gekommen. Ein paar Meter weiter sitzt sogar Nicole Scherzinger von den „Pussycat Dolls“. Wow! „Hallo LA“, ruft Bill jetzt von der Bühne, „Dank euch fühlen wir uns so, als ob wir schon immer hier gewesen wären. Toll, dass ihr alle gekommen seid.“ Die Menge tobt. Dann singen sie „ Zimmer 483“ und die softige Ballade „Rette mich“, bei dem Tom auf der akustischen Gitarre spielt und Bill verträumt auf der Bühne sitzt. Die Fans hängen gebannt an ihren Lippen und singen von der ersten bis zur letzten Sekunde alles mit. Ich sehe nur noch ein Meer von hoch gestreckten Händen mit Handys, Kameras und Plakaten. Nach acht Songs und zwei Zugaben verabschieden sich die Magdeburger Jungs kurz nach 22.15 Uhr und spritzen jede Menge Wasser ins Publikum. Das junge Publikum verweilt noch – wie in Trance – eine halbe Stunde im Club, bevor ein Ordnungshüter alle nach draußen schickt.


„Ein wahnsinniges Erlebnis“

Tom und Bill machten L.A. unsicher (Foto: privat)Bei der After Party im „On the Rox“ über dem „Roxy“ treffe ich die strahlenden Jungs von „Tokio Hotel“. „Es war großartig“, meint Bill, „wir waren viel aufgeregter als sonst. Zum ersten Mal in Hollywood, das ist schon ein wahnsinniges Erlebnis.“ Hatten sie mit diesem Ansturm gerechnet? „Wir waren total überrascht.“ Ich gratuliere noch zum „Echo“, den sie an diesem Abend für das Video „Spring Nicht“ in Berlin gewonnen haben (sie bedankten sich per Live-Schaltung aus Los Angeles).

Am 18.und 19.Februar spielen „Tokio Hotel“ übrigens in New York und im April soll es eine größere Tour durch Amerika geben. Bei der renommierten Agentur William Morris sind sie auch schon unter Vertrag. Kurz vor Mitternacht fahre ich nach Hause und singe „Durch den Monsun, hinter die Welt...“ Au weia, jetzt hat mich tatsächlich auch das „Tokio Hotel“ Fieber gepackt. Aufwachen, ich bin in Hollywood, hier ist alles möglich.

Translation
Bill-Mania in LA

Hollywood has always been the excentric center(it says bellybutton, but I don’t think that’s translatable) of the show society, as a hotspot of unbelievable worldwide carreers. Trends for the planet are born here.

By Simone Vollmer

This is where the A-list of the cinema heroes live, but fates such as Britney Spears’ are also possible here, as a baizarre freak show on TV or the net. In the middle of this shiny VIP metropole in sunny California there was something incredible going on, that would have been concidered as a chap first April’s joke in Germany a year ago – “Tokio Hotel” was announced to play at the legendary rock club “Roxy” on the Sunset Boulevard in Hollywood. I’ll be honest: The news of the upcoming concert caused compassion with the nice boys from Magdeburg: Often enogh I experienced how careers ended here faster than the bubbles of soap operas popped.(this is a word game... she uses the word pop or burst, whatever soap bubbles do, for the career and the SOAP-opera... so HAHA. Not funny.)

But what was waiting for me then, was the meeting with aphenomenon, hollywood like. The tickets for the neat and small club concert(500 visitors) were sold out on the same day. The first fans were already camping on Friday at 6AM infront of the entrance. Robbie Williams would die from jealoussy, he is on of the kind of stars in LA about whom people say “Well, nice...”.

„Tokio Hotel“ already has a big europe bonus in things of popularity, now it seems to be America’s turn – all of America... Tanya(18) knows tha band from youtube and buzznet, she flew in from Texas. Rick Tyner came with his twelve year old daughter Hayley, from Missouri. “I can identify with the music”, says the litlle one with “Tokio Hotel” look. Just like other girlies she adores Bill “the man”(WTF?), the singer of the band. Becca Singleton(14) and Stephanie Cotter, also “Bill and Tom”-fans, have a banner and are standing on the parking ground of the Roxy, with hundreds of fans. They are more excited than ever. “We love Bill and are learning German”, they say, “we only listen to Tokio Hotel, nothing else.” Thanks to Bill, Tom and Co. Germany is really “cool” atleast here next to the Roxy. „Durch den Monsun, hinter die Welt, ans Ende der Zeit...“, the fans are singing, as i fit was their mothertoungue. I see that especially the young girls have invested lots of time in their styling. Judah Lane and Kaylee Williamson from the band “Death Camp Cabaret” from Ohio are in their full punk uniforms. They’ve already been at the concert in Toronto. “Since Michael Jackson I have not experienced a band that so good”, says Judah.

Immured(or walled?) between fans

It is already past 8PM, the fans are becoming unclam slowly. A german security of the band passes me by. “I can not stop people from buying tickets for 2000 USD unfortunately”, I can hear him saying and I am shocked, that somebody wants to spend so much money for a 15-dollar-ticket. The black market seems to be blooming, the rate of all that’s wanted. It starts at 8:30PM. I run inside, with the fathers and mothers and get a spot directly in front of the stage. Later I will regert this. In less that 15 minutes I am immured(or walled?) in between of hyperventilating, hysterical „Tokio Hotel“-fans, some wof whom ask me to teach them some german, here and now. Unbelievable! Every time the curtain moves, everybody screams like crazy and yell “Wir lieben Tokio Hotel. Wir lieben Tokio Hotel!“(maybe “we love TH”... dunno)

Finally it starts. At 9:30PM the curtain rises and Billy, Tom, Gustav and Georg start with “Ready, Set, Go!” A humongous squealing hurricane makes me and the club shake, and the huge bodyguard has lots to do withh holding back this insane mob. While Tokio Hotel rock the stage, I’m being pressed forward by the fans so badly, that I can feel every centimeter of his huge body. For a few seconds am panicked. I make my way through to the VIP-Launge, and take a deep breath.

High class visitors

Wait a sec, isn’t that Jay-Z over there? Truely, the mega-rapstar is really at a „Tokio Hotel“-concert. A few meters further even Nicole Scherzinger from the “Pussycatdolls” is sitting. Wow! “Hello, LA”, bill shouts from the stage now, “Thanks to you , we feel like we’ve always been here. Great that all of you came here.” The people are fuming. Then they sing “Zimmer 483” and the soft ballade “Rette Mich”(or Rescue me?), where Tom plays the accoustic guitar and dreamy Bill is sitting on stage. The fans are following all of their movements and sing along to the very last second. All I can see is an ocean of risen hands and cellphones, cameras and banners. After eight songs and two encores the Magdeburgers say good bye, short after 10:15M, to their young audience, that stays in the club for another half hour as if in trance, before a security asks them to leave, eventually.

„An insane(extremely good) experience“

At the after party in the „On the Rox“ above the „Roxy“ I meet the beaming boys of Tokio Hotel. “It was great”, says Bill, “we were much more excited, than normally. For the first time in Hollywood, that is indeed an insane(extremely good) experiance!” Had they expected this many people? “We were totally surprized.”, I congratulate for the ECHO, that they won that evening for the video “Spring Nicht” in Berlin(they thanked via a live-stream from LA)

On February 18th and 19th Tokio Hotel will be playing in New York by the way, in April there is supposed to be a bigger tour through America. They alreayd have contracts with the renowned agency William Morris. I go home short before midnight and sing „Durch den Monsun, hinter die Welt...“ Uh oh, now I also caught that „Tokio Hotel“-fever. Wake up, I am in Hollywood, everything is possible here.

Kommentare:

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